Pressemitteilungen der BIL OF

Zunehmender Fluglärm auch in Bürgel, Rumpenheim und Waldheim
Pressemitteilung der BIL vom 02.02.12

Zum Stadtgebiet Offenbach am Main gehörende Gebiete wie Bürgel, Rumpenheim und Waldheim werden allgemein immer noch als ruhig, beschaulich und nicht von Fluglärm betroffenen angesehen. Die hat sich seit dem 21. Oktober 2011 mit der Eröffnung der Nordwestlandebahn des Frankfurter Flughafens gründlich geändert. Eine Vielzahl von Flugzeugen donnern seit diesem Zeitpunkt über Hanau und Mühlheim kommend parallel zur Mühlheimer Strasse direkt an Waldheim und dann am Süden von Bürgel entlang Richtung der Offenbacher City.

Vom Flughafenbetreiber FRAPORT wurde versprochen, dass es kaum mehr Flugbewegungen geben werde. Die Realität ist leider eine ganz andere.

Unser Mitstreiter, Herr Hesse, kontrolliert fast täglich, wie die Flugzeuge über Offenbach am Main einfliegen und zeigt einige erschreckende Fakten auf.

Über Offenbach zur Nordwestlandebahn flogen beispielsweise allein am 04.01.2012 annähernd 300 Flugzeuge, zu Spitzenzeiten ca. alle 100 Sekunden, ein. Die Entfernung der unmittelbaren Einflugschneise zum Ortsteil Waldheim und Bürgel beträgt nur ca. 500 Meter Luftlinie. Dies hat bei den derzeitigen Überflughöhen von ca. 1200-1300 Metern bei einzelnen Flugzeugen Spitzenschallpegel von fast 70db (A) zur Folge, was dem Lärm eines in 7m Entfernung laufenden Rasenmähers entspricht. Diese Werte können aus den Ergebnissen der Fluglärmmeßstationen der Deutschen Fluglärmdienstes (DFLD) in Mühlheim und des Umwelthauses am Alten Friedhof in Offenbach hergeleitet werden.

Die Offenbacher Stadtteile Biebernsee und Rumpenheim liegen zwar ca. 1500 Meter von der unmittelbaren Einflugschneise entfernt, haben aber dafür mit sogenannten „Queranfliegern“ zu kämpfen. Entgegen den vorgeschriebenen Gegenanflugrouten kürzen Jets den Gegenanflug ab und überfliegen unzulässig und zu tief die Stadtteile Biebernsee/Rumpenheim, z.B. am 02.01.2012 um 6:26 Uhr, 05.01.2012 5:22 Uhr und am 06.01.2012 um 6:42 Uhr im Horizontalflug bei z.T. 900-1000 Meter Höhe mit entsprechender Lärmbelästigung diese Stadtteile.
 
Immer noch werden die vorgeschriebenen Flughöhen unterschritten und mehr Lärm produziert. Das LuftVerkehrsgesetz sieht bei unnötigen Fluglärmbelästigungen Ordnungswidrigkeitsstrafen vor.

Wir fordern die MitbürgerInnen auf, sich unbedingt gegen den zunehmenden Fluglärm zu wehren, z.B. am Samstag den 4.2.12 findet eine Großdemo um 12 Uhr auf dem Flughafen statt. Abfahrt für die OffenbacherInnen ist an den S-Bahnhaltestellen (OF-Ost 11:08, Marktplatz 11:11, Stadtgrenze 11:13). Wir bitten, einige Minuten vorher da zu sein, um Sammelkarten zu ziehen (3 Euro Hin u. Rückfahrt). Außerdem kann man seinen Unmut auch beim Fluglärmbeschwerdetelefon direkt bei Fraport melden: Tel.: 0800 - 23 45 679.
Ebenso können sich Bürgerinnen und Bürger bei der Deutschen Flugsicherung (DFS)  Telefon 06103/707-0 oder Fax 06103/707-1396 beschweren.

Bouffier-Gespräch mit dem BBI u. Demo am Samstag den 4.2. um 12 Uhr
Presseerklärung der BIL vom 29.01.12

Die im Bündnis der Bürgerinitiativen "Gegen Flughafenausbau - Für ein Nachtflugverbot von 22 - 6 Uhr" hatten von vornherein keine allzugrossen Hoffnungen mit dem Gespräch bei MP Bouffier, das am 18.1.12 stattfand, verknüpft. Aber selbst minimale Erwartungen sind enttäuscht worden, so der teilnehmende Hartmut Wagner von der BIL Offenbach.

Nicht einmal die Forderung nach einer Deckelung der Anzahl der Flugbewegungen auf ein mit den Interessen der lärmgeplagten Einwohnerschaft zu vereinbarendem Mass an Flugbewegungen wurde ernsthaft erwogen.  Das Gespräch endete ohne klare Zusagen. Bouffier versprach lediglich, Gerichtsurteile zu respektieren. Dies freilich ist kein Entgegenkommen, sondern Amtspflicht eines jeden Ministerpräsidenten.

Daraus ziehen wir den Entschluss, dass der Handlungsdruck auf Politik und die Fraport AG weiter zunehmen muss. Die von interessierten Politikern sanktionierte Unantastbarkeit und nebulöse Mystifizierung des Frankfurter Flughafens kann nur durch den nachhaltigen Protest der Bürger aufgebrochen werden.  Für die Politik schockierend und panikauslösend ist die Erkenntnis, dass diese Protestbewegung für die Erhaltung der Lebensqualität in der ganzen Region aus der Mitte der Bevölkerung kommt, sich weder spalten lässt – wie Bouffier das vergeblich versucht hat - noch in irgendeine abseitige politische Ecke schieben lässt.

Deshalb bittet die BIL, nicht nur an den Montagsdemos, sondern erst recht an der großen DEMO am Samstag den 4.Februar um 12 Uhr im Terminal 1 teilzunehmen. Etwas überrascht waren wir, so die BIL-Vorsitzende Ingrid Wagner, dass die Grünen mit eigenen Plakaten auf diese Veranstaltung hinweisen. Wir freuen uns natürlich über jeden Mitstreiter und jegliche Unterstützung, möchten aber den Eindruck vermeiden, dass es sich hier um die Demo einer Partei handelt. Veranstalter ist vielmehr das überparteiliche Bündnis der Bürgerinitiativen.

Montagsdemonstrationen nach der Weihnachtspause
Pressemitteilung der BIL vom 12.01.12

Seit September 2011 organisiert die Bürgerinitiative Luftverkehr (BIL) Offenbach, zusammen mit der Stadt OF und vielen anderen Organisationen die Mobilisierung der Öffentlichkeit gegen die Belastungen der BürgerInnen durch den immer weiter zunehmenden Flugverkehr. Erinnert sei an die Menschenkette mit rund 5.000 Teilnehmern und die Lichterkette am Wilhelmsplatz im Dezember. Nachdem am 21.10.11 die neue Landebahn Nordwest eröffnet wurde, kommen immer mehr Leute zu den jeden Monat stattfindenden Versammlungen der BIL (jeden 2. Mittwoch im Monat um 20 Uhr, Treffpunkt siehe siehe www.BIL-of.de oder Presse), um  vermehrt ihren Verdruss über die zunehmende Verlärmung ihrer Wohngebiete zu bekunden und sich über Möglichkeiten des Protests zu informieren. Eine der Protestmöglichkeiten ist die "Rote-Karten-Aktion", die immer noch im Rathaus (Bürgerbüro oder Pförtner) ausliegt. Die Karten werden zu gegebener Zeit, spätestens am 13. März 2012 zum Beginn der mündlichen Verhandlung, dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig übergeben werden.

Einer der wirkungsvollsten Proteste findet derzeit mit den Montagsdemonstrationen im Terminal 1, Halle B, Abflug, um 18 Uhr, jetzt wieder nach der Weihnachtspause am 16. Januar, und dann bis auf weiteres jeden Montag bis zum Gerichtsverfahren statt. Die BIL ruft hierzu auch die Offenbacher BürgerInnen auf, sich daran zahlreich weiter zu beteiligen, denn nur gemeinsam sind wir stark!!! Dies ist eine Protestaktion, die vom gesamten Rhein-Main-Gebiet unterstützt und getragen wird.

Die Aktionen zeigen auch Wirkung: selbst der Hess. Ministerpräsident Bouffier spricht inzwischen von der Einrichtung eines (wenn auch Mini-) Nachtflugverbots und der Begrenzung der Zahl der Flugbewegungen. Damit er nicht weiterhin nur (wie sein Amtsvorgänger Koch) Versprechungen macht, die später dann gebrochen werden, muss der Protest unbedingt weitergehen.
Pressearchiv - Pressemitteilungen der BIL Offenbach vor 01. Januar 2012
Stopp Fluglärm

OF - Offenbach ohne Fluglärm

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